Norman Junker mit Laufweste vor der Kathedrale von Palma.

AbgeschlossenAbenteuerAugust 2025Spanien

Mallorca Solo-Umrundung

312 Kilometer rund um die Insel – nur mit einem Schlafsack

Eckdaten

312 km
Distanz
einmal rund um die Insel
5
Dauer
Tage, Start und Ziel an der Kathedrale von Palma
~60 km
Tagesschnitt
über fünf Etappen
~5 kg
Gepäck
Schlafsack, Wasser und das Nötigste
über 30 °C
Temperatur
konstant, mit langen Abschnitten ohne Wasserstelle

Die Generalprobe für das Projekt Run2Sahara.

Nach den ersten Überlegungen zu meinem großen Laufabenteuer wollte ich zunächst herausfinden, wie mein Körper auf eine mehrtägige Belastung mit hohen Laufumfängen reagiert. Dafür suchte ich mir eine Herausforderung, die gleichzeitig einfach und kompromisslos war: Mallorca einmal komplett umrunden – alleine, zu Fuß und nur mit einem Schlafsack.

Am 5. August 2025 startete ich an der Kathedrale von Palma de Mallorca. Von dort ging es einmal rund um die Insel.

Eine der größten Herausforderungen war dabei nicht unbedingt die Distanz, sondern die extreme Hitze. Temperaturen von konstant über 30 Grad machten die ohnehin langen Etappen zu einer echten Belastungsprobe. Immer wieder führte mich die Strecke durch abgelegene Gegenden, in denen die nächste Möglichkeit, Wasser aufzufüllen, weit entfernt war.

Neben meinem Schlafsack hatte ich lediglich das Nötigste dabei. Trotzdem kamen mit Wasser und Ausrüstung rund 5 Kilogramm Gepäck auf meinem Rücken zusammen – bei täglichen Etappen von ungefähr 60 Kilometern eine zusätzliche Belastung.

Abends suchte ich mir spontan einen Platz irgendwo in der Natur, rollte meinen Schlafsack aus und schlief unter freiem Himmel. Kein Hotel, kein Zelt, kein fester Plan – einfach weiterlaufen und schauen, was der nächste Tag bringt.

Nach 312 Kilometern und fünf Tagen schloss sich schließlich der Kreis. Ich erreichte wieder die Kathedrale von Palma.

Es war mein allererstes Solo-Abenteuer – und gleichzeitig eine Erfahrung, die mich nachhaltig beeindruckte. Die Schönheit und Vielfalt Mallorcas haben mich begeistert, doch noch wichtiger war die Erkenntnis, die ich von dieser Reise mitnahm:

Mein Körper kann mehr, als ich dachte. Und ich war bereit für das große Abenteuer.

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